14 Juni 2024

Zukunftsweisende Vision eines international hoch angesehenen Landschaftsarchitekten für den Landschaftspark St. Leonhard

Der in Überlingen ansässige Landschaftsarchitekt und Künstler Herbert Dreiseitl ist ein international hoch angesehener Experte zur innovativen Nutzung von Wasser im Kontext mit städtischen Umweltherausforderungen.

Zu seinen bahnbrechenden, zeitgenössischen Projekten in den Bereichen Klimaresilienz, Regenwassermanagement, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur zählen u.a. Projekte am Berliner Potsdamer Platz, dem Tanner Springs Park Portland Oregon/USA und dem Bishan-Ang Mo Ko Park in Singapur. Von Herbert Dreiseitl stammte auch der Entwurf für die begeisternde begehbare Plattform über den Bodensee während der Landesgartenschau.

Wir freuen uns sehr, dass Herr Dreiseitl eine gestalterische Vision für unseren Landschaftspark St. Leonhard skizziert hat.


Entwürfe und Skizzen: (c) Herbert Dreiseitl
 

Entlang der Rauensteinstrasse könnte eine leichte Mulde zu einem landschaftsprägenden Feuchtraum, womöglich mit Bach, ausgestaltet werden.
- Biotop für Biodiversität
- Raum bedrohter Flora & Fauna
- Retentionsraum zur Pufferung & Speicherung bei Regen
- Microklima zur Kühlung bei Hitze und Trockenheit
- Staubbindung und Luftfilter
- Schönheit des Landschaftsraums zur Lebenswertigkeit
- Biophilia Aspekte

Was halten Sie von dieser tollen Idee? Bitte schreiben Sie uns einen Kommentar dazu!

06 Juni 2024

Spannende Infoveranstaltung mit über 200 Besuchern

Im Anschluß an die Begehung des Landschaftspark St. Leonhard hatte die Bürgerinitiative zum Erhalt des Landschaftsparks zu einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der Überlinger Parteien und Wählervereinigungen eingeladen. Über 200 Besucher verfolgten interessiert die Sachvorträge und die Diskussion.

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion vlnr: Herr Hornstein (CDU), Herr Gospodarek (SPD), Herr Sorg (FDP), Frau Bernadette Siemensmeyer (LBU/Grüne), Frau Celia Jakob (FW/ÜfA). Moderiert abwechselnd von den Sprecherinnen der Bürgerinitiative, Elis Horn und Andrea Knorr.
Der Bankettsaal des Parkhotels war bis auf den letzten Stehplatz gefüllt mit über 200 Besuchern.
Alle Stadträtinnen und Stadträte, bzw. die Kandidatinnen und Kandidaten, wurden von den Moderatorinnen gefragt, wie sie zum geforderten Erhalt des gerade 25 Jahre alt gewordenen Landschaftspark St. Leonhard stehen, ob sie einer Bebauung zustimmen oder nicht.

CDU Stadtrat Hornstein bekannte sich zur Bebauung zur Schaffung von "bezahlbarem Wohnraum", schränkte lediglich ein, dass für ihn eine Bebauung der Wiese unterhalb der Birkle Klinik nicht in Frage komme. (Anmerkung: Um die geht es aktuell auch gar nicht)

SPD Ortsvorsitzender Gospodarek kandidiert für den Gemeinderat. Auch er sieht die Bebauung zu Gunsten von mehr Wohnraum als vertretbar, würde sich allerdings auf das Gebiet der bestehenden Kleingärten und entlang der Rauensteinstraße beschränken. Grundsätzlich werde er sich aber über die Sache noch Gedanken machen.

FDP Kandidat Sorg kritisierte zunächst massiv, dass die Fraktionen, teilweise die Stadträte und Stadträtinnen, entsprechend Ihrem bisherigen Abstimmungsverhalten durch die Bürgerinitiative benannt wurden. (Anmerkung des Verfassers: Die Informationen darüber sind schon lange öffentlich). Er befürwortet die Planung zur Schaffung von Wohnungen.

Bernadette Siemensmeyer (LBU/Grüne) lehnt - wie mit einer Ausnahme ihre ganze Fraktion - jegliche Bebauung im Bereich des Landschaftsparks ab. Sie ist überzeugt, dass es auch andere Möglichkeiten für Wohnraum gibt, der dann auch wirklich für niedrigere Einkommensschichten bezahlbar ist.

Erfrischend offen und nachdenkenswert argumentierte die aus dem Publikum kurzfristig eingesprungene Kandidatin der FreienWähler/ÜfA, Celia Jakob, konsequent gegen jede Bebauung in diesem Bereich. Sie fragte, wie denn der Begriff "bezahlbar" definiert werden könne. Bei entsprechendem Einkommen seien auch Wohnungen im Millionenbereich bezahlbar. Die Bebauung der St. Leonhardswiese sieht sie als Sünde, für die spätere Generationen der heutigen kaum dankbar sein werden.

Martin Heßberger belegte für die Bürgerinitiative  mit Schaubildern, dass die angeblich notwendige Anzahl von Wohnungen in Überlingen bereits größtenteils gebaut oder zumindest geplant sind. Er wies darauf hin, dass in dieser exponierten Lage im Landschaftspark kaum Wohnungen entstehen können, die allgemein unter den Begriff "bezahlbar" fallen. Er befürchtet, dass noch mehr "Rollladen" Siedlungen entstehen. Insbesondere dann, wenn Investoren beteiligt sind. Dazu und über die anschließende Diskussion berichten wir noch.





05 Juni 2024

Massenandrang zur Infoveranstaltung

Wir können es noch immer nicht fassen: Der Andrang interessierter Bürger und Bürgerinnen zur Infoveranstaltung und Podiumsdiskussion war unbeschreiblich! "Köpfe zählen" war fast unmöglich und so müssen wir schätzen, dass rund 250-300 Besucher unserer Einladung gefolgt waren. Einen herzlichen Dank dafür an Jeden und Jede, zeigt es uns doch, dass wir als Bürgerinitiative auf einem guten Weg sind, die St. Leonhardswiese und den ganzen Landschaftspark zu retten.

Massen an interessierten Bürgerinnen und Bürgern schauen sich an, was gerettet werden muss!


Es ist kaum vorstellbar, dass der liebevoll "Via Krück" (wegen der vielen Patienten der Birkle Klinik, die nach Operationen während der Reha die Landschaft nur mit Gehhilfen genießen können) genannte Wanderweg schon einmal so viele Menschen gleichzeitig gesehen hat. Alle wollten sehen, was nach dem Willen der Stadtverwaltung und mehrheitlichen Teilen des Gemeinderates unwiederbringlich bebaut und zerstört werden soll.

Stadträtin Bernadette Siemensmeyer und Cornelia Wiethaler, die den Landschaftspark vor 25 Jahren konzipierte und umsetzte, und der Vorsitzende des NABU, Hartmut Walter, erklärten den Besuchern den Landschaftspark und seine ökologische Vielfalt.

    
Unter den vielen Besuchern waren auch der frühere OB Volkmar Weber und Peter Männer, früher Hauptamtsleiter. (rechts im Bild)

Über die anschließende Veranstaltung im Bankettsaal des Parkhotels St. Leonhard werden wir noch ausführlich berichten. Dort reichten die vielen Stühle nicht aus, um allen Besuchern einen Sitzplatz zu bieten. Trotzdem harrten alle auch stehend aus, um die Präsentationen und die spannenden Diskussionen mit Mitgliedern des Gemeinderates zu verfolgen. Aus dem Publikum gab es viele interessierte Fragen und Stellungnahmen.

Bürgerinitiave zur Rettung des Landschaftspark St. Leonhard gegründet

Seit mehreren Jahren gibt es Bestrebungen der Verwaltungsspitze und von Mehrheiten im Überlinger Gemeinderat, große Teile des Landschaftspar...