09 Dezember 2025

Das Gesetz schützt die Leonhardwiese – Wir auch !

Die Leonhardwiese 
ist gemäß § 30 Abs. 2 Nr. 7 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sowie nach EU-Naturschutzrecht als magere Flachland-Mähwiese ein streng geschütztes Biotop

Sie befindet sich nach bundesweiten Bewertungsmaßstäben in gutem Zustand und bildet zusammen mit der Birklewiese und weiteren angrenzenden Flächen das größte Wiesenbiotop in Überlingen: Wichtig für gefährdete Pflanzenarten, Insekten und Vögel.

Der Schutzstatus entsteht unmittelbar aus dem Gesetz, unabhängig von einer Landeskartierung  (§ 33 Landesnaturschutzgesetz BW). Damit gilt das gesetzliche Verschlechterungsverbot, das praktisch auch ein Bauverbot einschließt.

Für eine Fortführung der Bauleitplanung wäre eine Befreiung nach BNatSchG erforderlich. Diese kann nur erteilt werden, wenn die erheblichen Eingriffe vollständig ausgleichbar sind – einschließlich der Beeinträchtigung der Biotopvernetzung. Geeignete Ausgleichsflächen sind jedoch im funktionalen Verbund kaum vorhanden; gedüngte Wiesen oder Äcker scheiden aus. EU-Vorgaben verlangen zudem mehrjährige Vorlaufzeiten und Ausgleichsflächen im Mehrfachen des Verlusts.

Dies verursacht erhebliche Rechtsrisiken, Kosten und Zeitverzögerungen, weshalb fraglich bleibt, ob unter diesen Bedingungen noch bezahlbarer Wohnraum realisierbar ist.

Stimmen Sie mit Ja - zum Erhalt dieses einzigartigen Geschenks der Natur.

 

07 Dezember 2025

Unter der Lupe: Wie viele Wohnungen sollen es wirklich werden?

Ein Freudscher Fehler – oder verrät die Stadtverwaltung schon ihre wahren Pläne?

Laut Aufstellungsbeschluss vom 28.5.25 sollen rund 85 Wohnungen entstehen.

In der Informationsbroschüre tauchen plötzlich 100 bis 117 Wohnungen auf – exakt jene Zahlen, die zu einem früheren Entwurf passen, in dem das Wäldchen und weitere Teile der Leonhardswiese geopfert worden wären.

Ein Zufall?

Oder zeigt sich hier ein freudscher Fehler, der offenlegt, was wirklich im Kopf der Planer vor sich geht?

Offensichtlich denkt die Stadtverwaltung schon heute weiter, als sie vorgibt – und zwar weiter hinein in den Landschaftspark St. Leonhard.

Wenn in offiziellen Broschüren längst höhere Wohnungszahlen angegeben werden als beschlossen, dann ist klar:
Die nächsten Flächen stehen gedanklich bereits zur Disposition.

Deshalb: Stimmen Sie mit JA zum Erhalt des Landschaftsparks St. Leonhard – nur so können wir ihn schon heute vor weitergehenden Erschließungen bewahren.

 

05 Dezember 2025

Unter der Lupe: Entwicklung der Einwohnerzahl bis 2040

Von der Verwaltung erwartete zusätzliche Einwohner
Wenn man die Angaben der Stadtverwaltung in der Infobroschüre genauer betrachtet, wirkt die behauptete Dringlichkeit des zusätzlich benötigten Wohnraums deutlich überzeichnet: 

Für einen Zeitraum von 15 Jahren (bis zum Jahr 2040) wird ein Zuzug von 970 Menschen erwartet.

Das entspricht rund 65 Personen pro Jahr. Ausgehend von einer kleinen Familie mit 3 Personen ergibt das einen Bedarf von etwa 22 zusätzlichen Wohnungen jährlich.

Diese Größenordnung erscheint uns mehr als überschaubar. Das ist auch ohne Teilbebauung des Landschaftsparks St. Leonhard gut zu schaffen. Siehe auch hier: Bevölkerungsentwicklung (Link)
 

Darum:
Ihr JA zum Erhalt des Landschaftsparks St. Leonhard!

03 Dezember 2025

Adventssonntag im Landschaftspark St. Leonhard

Die Bürgerinitiative Landschaftspark St. Leonhard lädt herzlich zu einem vorweihnachtlichen Treffen ein. Nach einem gemeinsamen Spaziergang durch den Landschaftspark klingt der Nachmittag beim Adventszauber auf der Terrasse des Parkhotels St. Leonhard aus. Bei Punsch, Glühwein und Gebäck freuen wir uns auf ein entspanntes Beisammensein und Austausch mit Ihnen.

Wir freuen uns auf Sie!


 

30 November 2025

Pressemitteilung zum Thema "Stangengerüst"

Nach dem Artikel im SÜDKURIER über das von den Stadträten Sorms und Wörner eigenmächtig aufgestellte "Stangengerüst" haben wir diese Stellungnahme dazu verfasst:


28 November 2025

Schöne Aussichten?

Diese Visualisierung hat ein Architekt auf Grundlage des Aufstellungsbeschlusses "Rauenstein Ost" vom 28. Mai 2025 erstellt. Sie veranschaulicht die Dimension von 16 Gebäuden mit jeweils vier Geschossen im Landschaftspark St. Leonhard. Die vierten Geschosse sind jeweils als sogenanntes "Staffelgeschoss" mit großzügigen Terassen geplant, auch als Penthouse mit See- und Bergsicht zu bezeichnen. 

In der Darstellung noch gar nicht enthalten ist die geplante Erschließungsstraße mit Kreisverkehr (beginnt bei Bushaltestelle Rehmenhalde)

 

22 November 2025

„An Bürgerentscheid hängt viel Geld“ – wie bitte???

Wir fragen uns, wie die Aussage der Stadtverwaltung zustande kommt, dass bereits rund 2 Millionen Euro aus dem Tauschgeschäft „Löwen Deisendorf“ im städtischen Haushalt eingeplant sein sollen (vgl. Südkurier vom 21.11.2025), und dass "bei einem Ausfall für den Betrag Kredite aufgenommen werden müssten".

Denn im Vorfeld des Bürgerbegehrens wurde der Punkt „Kostendeckung“ mit der Stadtverwaltung ausdrücklich geklärt: Ein Bürgerbegehren wäre ohne Kostenklärung unzulässig.

Am 4. Juni 2025 bestätigten Herr Zeitler, Herr Kölschbach und Herr Schlenker schriftlich die im Unterschriftenformular verwendete Aussage:

„Durch den Verzicht auf die Aufstellung des Bebauungsplans entstehen keine zusätzlichen Kosten oder Ausfälle eingeplanter Einnahmen. Ein Kostendeckungsvorschlag ist daher nicht erforderlich.“

Wie könnte auch im Haushalt „viel Geld“ verplant sein, wenn das der Gewinnerwartung zugrunde liegende Geschäft noch gar nicht gesichert ist?

Schützen Sie mit Ihrer JA Stimme den Landschaftspark St. Leonhard vor undurchsichtigen Deals!

21 November 2025

Unser grüner Schatz voller Leben – die Leonhardswiese

Magere Flachland-Mähwiesen sind heute sehr selten.

Sie gehören zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen Europas, weil sie nur durch extensive, traditionelle Bewirtschaftung erhalten bleiben. In den letzten Jahrzehnten sind sie durch intensive Landwirtschaft, Düngung, häufige Mahd und Flächenversiegelung fast überall stark zurückgegangen.

In Deutschland stehen sie daher auf der Roten Liste der gefährdeten Biotoptypen und gelten als „stark gefährdet“. Nur noch kleine Reste existieren – oft in Schutzgebieten oder an Standorten, die für eine intensive Nutzung ungeeignet sind, wie im Bodenseeraum oder auf der Schwäbischen Alb.

Die Wiese im Landschaftspark St. Leonhard ist daher ein letztes Stück ursprünglicher Bodenseenatur – ein wertvolles Naturerbe der Region. Sie steht für das, was unsere Landschaft so besonders macht: Vielfalt, Farbe und natürliche Schönheit. 

Deshalb am 14.12.2025 :
Ihr JA für den vollständigen Erhalt des Landschaftspark St. Leonhard !


Bürgerinitiave zur Rettung des Landschaftspark St. Leonhard gegründet

Seit mehreren Jahren gibt es Bestrebungen der Verwaltungsspitze und von Mehrheiten im Überlinger Gemeinderat, große Teile des Landschaftspar...